Wüstes Getrete in Udelfangen

1. Mannschaft 1:3 SV Udelfangen

(tg) Am Sonntag traf unsere Erste auf dem Kunstrasen in Udelfangen auf den dortigen Meister der letztjährigen B-Klasse.

Bereits nach handgestoppten 30 Sekunden trat ein einheimischer Spieler Daniel “Papp“ Grundhöfer fast über die Barriere – die Konsequenz: Nichts! Der junge Schiri hatte in dieser Situation leider nicht den Mut, den Übeltäter zu bestrafen. Aus meiner Sicht: Dunkelgelb!!! Jetzt wussten wir seit der ersten Minute, dass wir hier extrem dagegenhalten müssen, um uns nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Als besagter Spieler sich nach 10 min wieder ein Herz fasste, und Dani an der eigenen Eckfahne umflexte, hatte der Schiri ein einsehen und zog Gelb. Normalerweise wäre dieser Kandidat bereits nach 10 min raus gewesen. Aber wie das Schicksal so spielt: Er war es auch, der die Gastgeber aus Udelfangen mit einem Kopfball nach Ecke nach 15 min in Führung brachte.

Die Gastgeber, die diese unnötige Härte eigentlich gar nicht nötig hätten, boten in der ersten Hälfte ein durchaus passables Forechecking und Offensivpressing, wodurch wir uns fast nur mit langen Bällen nach vorne Luft verschaffen konnten. Dementsprechend hatte das Mittelfeld nicht viele Ballkontakte und es kam kein richtiges Spiel unsererseits auf. Bereits nach 20 min ereilte uns das Verletzungspech, als Chrissi “Bora“ Bohr nach einem Zweikampf unglücklich auftrat, und sich die Bänder verhuddelte. Bereits der 2. Verletzte im 3. Spiel – Mist!

Nach einer halben Stunde hatten wir uns an die Härte gewöhnt und konnten auch das ein oder andere Mal ordentlich austeilen. Fight fire with fire! Doch vor der Pause passierte nichts Großartiges mehr. Ein Freistoß von Udelfangen landete auf der Latte, war aber ungefährlich. Klingt komisch – is aber so! Marius “Hummel“ Becker konnte sich auch einmal noch auszeichnen und rette mit Glück und Geschick vor Udelfangens Toptorjäger Maxharraj. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff fing Udelfangens Torwart schon an auf Zeit zu spielen – ob sich das nicht noch rächt?

In der Kabine wurde Tacheles geredet, und es war uns auch klar, dass die Gastgeber dieses extreme Tempo nicht bis zum Schluss durchhalten würden und uns dadurch noch genügend Zeit blieb. Bereits nach 5 min in der Zweiten Halbzeit trieb Marco “Liter“ Schuh eine Flanke in den gegnerischen 16er, die missglückte Kopfabwehr fiel Mätty “Weinbaron“ Werner direkt vor den Stiefel und dieser fasste sich ein Herz und zündete eine regelrechte Fackel mit links ins Eck. Der Torwart der Gastgeber machte hierbei eine denkbar ungünstige Figur, vor allen dingen, weil der Ball fast verhungert wäre!

Udelfangen zog sich in der Folgezeit extrem zurück und spielte auf Ergebnis halten, was uns entgegen kam. Es war dem eingewechselten Tobias “Tobsi“ Anell vergönnt, die 2-1 Führung zu erzielen: Nach schöner Vorarbeit von Haiko “Chicken“ Wagner musste Tobsi – in bester Horst-Hrubesch-Manier – nur noch den Schwelles hinhalten. Zu diesem Zeitpunkt war das Zeitspiel aus der 1. Hälfte gut für die Füß! Udelfangen baute in der Folgezeit mehr und mehr ab, und zeigte sich wieder von seiner unschönen Seite: Nach einem Wortgefecht mit Kapitän Michael “Maikel“ Mai sah sich die Nr. 15 genötigt, diesem ins Gesicht zu spucken. Leider hat dies der Schiri nicht gesehen. Kompliment an Maikel, dass dieser ruhig blieb. Die Redaktion weiß nicht wie sie reagiert hätte! ;-)

Es wurde allerdings auch noch 10 min Fußball gespielt: Gegen die aufgerückten Udelfangener spielte Marc “Manni-Marc“ Lauer auf links die halbe Abwehr schwindelig und legte ab auf Kevin “Kolwen“ Zimmer, der nur noch einschieben musste. Das war´s – ein schweres Stück Arbeit – aber der verdiente Sieg war unser. Jetzt geht´s am Freitag erstmal schön zur Weinprobe, um sich gebührend auf das nächste Heimspiel gegen Schweich einzustimmen. Über zahlreichen Besuch würden wir uns sehr freuen.

Männer: Immer weider, immer weider…

Marius Becker – Marco Schuh, Haiko Wagner, Michael Mai, Daniel Grundhöfer – Marc Lauer, Thomas Koltes, Christian Bohr (20. Marco Engel), Timo Berang (69. Tobias Anell) – Matthias Werner, Kevin Zimmer