"Ponzlets Eleven" sichern sich Herstmeisterschaft

SG Hochwald III 0:5 2. Mannschaft

(ct) Üblicherweise würde man denken, dass bei einer solchen Erfolgssaison wie sie unsere 1. Mannschaft in dieser Saison spielt der absolute Fokus hierauf liegt. Unsere Zweitvertretung schafft es jedoch in dieser Saison, dass auch immer wieder Fans zu Auswärtsspielen der Zweiten mitreisen und sie unterstützen. Dass sich eben diese Fahrten lohnen bekamen die mitgereisten Fans auch dieses Mal wieder zu sehen: Gegen die SG Hochwald III konnte ein verdienter 5:0-Sieg eingefahren werden.

TuS Schillingen gegen die SG Hochwald: dieses Duell sorgt immer für Brisanz, nicht nur wenn sich die beiden ersten Mannschaften gegenüberstehen. Da es allerdings hoffentlich noch bis zur nächsten Saison dauert, bis sich die besten Akteure der beiden Vereine wieder in einem Ligaspiel duellieren, mussten am Sonntag die Zweite unseres TuS und die Drittvertretung der SG Hochwald herhalten. Aber egal: Derby ist Derby. Dementsprechend motiviert waren wir und konnten – auch zu früher Stunde – fast alle pünktlich auf dem Treffpunkt antreffen. Die Reise war nicht weit, man musste lediglich an den Rand des Balkans nach Greimerath. Hier angekommen stand man allerdings ziemlich alleine da: Außer einer in der ortsansässigen Grundschule stattfindenden Männerballetprobe, die kurzzeitig aufgrund des Stubbi-Angebotes bei dem ein oder anderen Spieler Begehrlichkeiten wecken konnte, waren nicht viele Menschen auf der Sportanlage zu sehen. Als wir uns dann doch gegen das Männerballett und für das Derby entschieden und unsere Tipps auf einem provisorisch und so nicht ausreichend vor Manipulation geschützten Tippblatt (Wubbel, hier bitte in den nächsten Wochen wieder mehr Ernsthaftigkeit in deine Aufgabe stecken) abgegeben hatten kuschelten wir uns in die überaus großräumige Kabine und warteten bis auch der letzte Spieler endlich den Weg zu uns fand. Komischerweise kommen scheinbar die zu spät, die die kürzeste Anreise haben – der Angesprochene weiß Bescheid.

Nun war es also an unserem Trainer seine „Ponzlets Eleven“ zusammenzustellen und die Akteure auszusuchen, denen er den Punkteklau am ehesten zutraute. Als Absicherung im Tor vertrat Metzger den immer noch Verletzten Usen im Tor – vor ihm sollten Peda, Nici, Rainer und Thomas dafür sorgen, dass er nicht so viel zu tun bekam. Auf der Sechs mussten wir mit Joshi einiges an Masse und Spielkontrolle ersetzen, diese Aufgabe sollten sich Kalli und Pip aufteilen und die Offensivreihe aus Jannik, Kappes und Flo in Szene setzen. Als Meisterdieb, der dann den endgültigen „Fischzug“ vollziehen sollte, durfte Marius in der Spitze ran. Mit diesen Elf gings also rein ins Spiel. Es dauerte auch nicht wirklich lange, da wurde deutlich, dass wir heute nicht gewillt waren uns hier auch nur irgendwelche Probleme anhängen zu lassen. Bereits nach zwei Minuten hatte Kappes die erste Chance, direkt danach setzte der selbsternannte „Assistkönig“ Flo in Szene, der die Führung hätte besorgen können. Es sollte vorerst nicht sein, doch wir machten weiter. Angetrieben von den Unterstützern am Seitenrand ließen wir den Gegner nie wirklich gefährlich ins Spiel kommen und arbeiteten uns weitere Chancen heraus. Es folgte die 10. Minute, in der Kappes gedankenschnell wie eh und je den Ball beim Einwurf in den Lauf von Marius brachte und damit die gesamte Abwehr überrumpelte. Marius hatte keine Mühe am überforderten Gegenspieler vorbeizugehen und lief auf das Tor zu. Uneigennützig wollte er den Ball noch mal rüberlegen, der Gegenspieler kam ihm aber zuvor und bugsierte den Ball ins eigene Tor. Klares Eigentor – sorry Kappes, dafür gibt’s keinen Assist.

Wie schon in den letzten Spielen wurde deutlich, dass unsere Stärke eindeutig eher darin liegt, uns Chancen herauszuspielen, als sie zu nutzen. In der Folge hatten wir Chancen über Chancen, doch entweder zielten wir zu hoch, an die Latte oder genau auf den Torwart. Das 1:0 war für den Gegner mehr als schmeichelhaft, es hätte bereits zum jetzigen Zeitpunkt höher stehen müssen. Dass es aber nicht nur an unserem Unvermögen vor dem Tor sondern auch daran lag, dass der Fußballgott scheinbar bereits in Zewen war und uns heute nicht mit viel Glück segnen wollte, wurde in der 35. Minute mehr als deutlich. Zunächst nahm sich Rainer ein Herz und schlenzte den Ball mustergültig auf das lange Eck. Es hätte ein echtes Traumtor werden können, aber der Ball prallte von der Latte ab. Die folgende Nachschuss-Flanke konnte Flo nicht genug drücken und traf ebenfalls nur das Gebälk. Der Ball wollte und wollte einfach nicht ins Hochwälder Tor. Den Latten-Hattrick machte Kalli in der 40. Minute perfekt, als er einen Ball relativ sehr freistehend auch nicht im Tor unterbringen konnte. Es schien so, als würde unser Gegner es schaffen, das 0:1 in die Pause zu retten. Doch einen sollten wir noch bekommen: Nach der bisher schönsten Kombination des Tages wurde das kappes’che Assistnäschen wieder deutlich, er fand mit seinem Querpass den freistehenden Marius. Dieser hatte Glück, dass sein Schuss überaus hart war, denn auch dieses Mal zielte er ziemlich genau auf den Heimkeeper. Sei’s drum, manchmal reicht pure Gewalt – es stand also doch 0:2 zur Pause.

Dem Spielverlauf und auch dem Ergebnis nach zu urteilen sollte man eigentlich denken, dass der Drops in Greimerath gelutscht gewesen sei. Aber wir sprechen hier immer noch von Fußball und mehr noch – von Kreisklassenfußball. Hier kann alles passieren und es lag durchaus im Rahmen des Möglichen, dass der Gegner durch ein 1:2 auf einmal ins Spiel kommen könnte. Verhindern wollten wir dies durch neues Personal: Luca ersetzte den in der ersten Halbzeit sehr fleißigen Flo auf der rechten Außenbahn. Der Wechsel schien jedoch zunächst nicht zu fruchten, wir ließen uns das Spiel ein wenig aus den Fingern nehmen und luden den Gegner zur ein oder anderen Chance ein. Nachdem Marius in der 55. Minute mit einer Großchance abermals am Keeper der Hochwälder scheiterte begann der Gegner sich immer mehr mit dem Schiedsrichter und sich selbst zu beschäftigen, als sich auf das Spiel zu konzentrieren. Endlich hatten wir eine gewisse Derbystimmung. Schade war dies jedoch für Pip, der nach einigen Fouls (die teilweise nicht einmal Fouls waren) näher an einer Gelb-Roten-Karte stand als David Hasselhoff an alkohol- und burgerbedingtem Leberversagen. Auch wenn er immer stärker ins Spiel kam war es also nur logisch, ihn herunterzunehmen und zu schützen. Hinein kam Olla, für den das Spiel – trotz der Tatsache, dass der Balkan zwar nach Schilligen und Mallorca nur die dritte Heimat ist -  einen besonderen Reiz hatte. Auch diese Auswechslung brachte uns nicht gerade mehr Sicherheit, wir ließen das Spiel offen und liefen Gefahr den Gegner hier nochmal ins Spiel kommen zu lassen. Wir brauchten einen Deckel, den wir auf dieses Spiel draufmachen konnten. Auch wenn wir mehrere probierten, so schien doch nicht der richtige dabei zu sein und wir konnten das Spiel nicht entscheiden. Als Kappes dann aber in er 75. Minute unseren italienischen Torjäger einsetzte, konnte dieser nicht anders als mit seinem zehnten Saisontor endlich alles klar zu machen. Nach diesmal zufriedenstellendem Torjubel ließen wir nicht lange nach und nur eine Minute später legte Flo den Ball vor dem Tor uneigennützig quer – in der Mitte stand Marius und musste nur einschieben. 4:0 – Klappe zu, Affe tot. Einer schien jedoch noch nicht genug zu haben und wollte  sich neben seinen zwei Assists auch noch in die Torschützenliste eintragen: Kappes fasste sich bei einem Freistoß aus 40 Metern einfach mal ein Herz und brachte den Ball unter Mithilfe des Torwarts zum 5:0 im Tor unter. Mit diesem Ergebnis konnte man am Ende dann doch sehr gut leben und es wurde wieder einmal deutlich, dass wir in dieser Saison besonders in der 2. Halbzeit oftmals den längeren Atem haben und die Spiele dann für uns entscheiden.

Mit diesem Sieg machten wir endgültig die Herbstmeisterschaft klar und belohnten uns für eine richtig starke Hinrunde. Nach 13 Spielen stehen wir ungeschlagen mit 33 Punkten und einem Torverhältnis von 63:13 Toren souverän auf Platz 1. Nach der gestrigen Punkteteilung des FC Züsch gegen Mandern haben wir nun 4 Punkte Vorsprung auf Platz 2. Dass dieser Vorsprung jedoch nicht zum Ausruhen geeignet ist, das mahnte unser Trainer schon vor dem Spiel an und verwies passend auf Borussia Dortmund und wie schnell man durch ein paar schwache Spiele seine gute Position einbüßen kann. Apropos Trainer: Ich muss jetzt hier im Namen der gesamten Mannschaft eine Lanze für unser Trainerteam brechen. Ihr kommt völlig zu Unrecht in den Berichten zu kurz, das tut mir leid. Es ist aber jedem im Verein und besonders in der Mannschaft bewusst, was ihr für eine Bombenarbeit leistet und dass wir wirklich froh sein können euch als Trainer zu haben. Die Tatsache, dass unser Fußball wieder ansehnlich ist und dass uns dementsprechend auch wieder genug Leute gucken kommen haben wir euch zu verdanken und wir hoffen, dass wir euch auf dem Platz etwas hierfür zurückzahlen können! Danke für eure Mühe!

Die Rückrunde beginnt am Sonntag in Grimburg gegen die SG Gusenburg II. Wir würden uns trotz des kalten Wetters freuen, wieder einige Fans um 12:30 Uhr begrüßen zu dürfen. Lasst uns unsere Ziele auch in der Rückrunde zusammen angreifen, denn nur dann können wir sie erreichen! 

Aufstellung: Metzger - Peda (78. Mätty), Nici, Rainer, Thomas - Kalli, Pip (69. Olla), Jannik, Blackbeard (46. Luca), Kappes - Marius