Drei Tore bekommen - aber verdient gewonnen

1. Mannschaft 5:3 FC Könen

(ct) Wenn man als ungeschlagener Tabellenführer zu Hause gegen den Tabellensiebten antritt, dann könnte man von vorne herein eigentlich denken, dass da nicht viel anbrennen sollte. Als so einfach wurde das Spiel unserer 1. Mannschaft gegen den FC Könen jedoch nicht angesehen, zumal die Gäste ihre letzten fünf Spiele allesamt siegreich gestalten konnten (unter anderem gegen Ehrang und Föhren). Zwischenzeitlich war es dann doch eine klare Sache – die zum Ende hin jedoch unnötig knapp aussieht.

Wir schreiben nunmehr den 12. Spieltag in der Kreisliga A Trier-Saarburg und wir waren immer noch ungeschlagen und grüßten von der Tabellenspitze. Besonders unsere Heimbilanz mit sechs Siegen aus den bisherigen sechs Spielen und einer Tordifferenz von 24:2 Toren macht es wahrscheinlich jedem Gegner schwer, mit einer breiten Brust nach Schillingen zu kommen. Der FC Könen jedoch konnte selbst seine letzten fünf Spiele gewinnen und die Brust dürfte dementsprechend nicht gerade schmal gewesen sein. Eines war klar: Die Mannschaft von Trainer Stefan Reifenberg war auf eine Sache aus: Als erste Mannschaft in dieser Saison etwas aus Schillingen mitnehmen. Selbsterklärend war es unsere oberste Priorität, genau dies zu verhindern und zu zeigen, dass wir vollkommen zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz stehen. Hierfür sollte von Anfang an eine im Vergleich zu den vergangenen Wochen wiederum nahezu unveränderte Mannschaft sorgen. Dass Hummel im Tor und Liter, Thome, Börni und Hanschmann in der Abwehr spielten ist mittlerweile dermaßen erprobt und festgespielt, dass es in den nächsten Berichten eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden muss. Im Mittelfeld konnte Haiko nach frühem Aufstehen inklusive Test-Warmmachen mit der 2. Mannschaft grünes Licht geben und zusammen mit Chuck die 6 besetzen. Um die Außenbahn kümmerten sich Tobsi und G, in der Mitte sollte Totti den wieder auf seiner angestammten Position eingefundenen Mätty bedienen. Personell konnten wir also aus dem Vollen schöpfen, man konnte sich auf das Spiel durchaus freuen. Diese Freude währte jedoch nicht wirklich lange, denn sind wir ehrlich, die ersten paar Minuten waren von beiden Seiten nicht gerade das, was man als hochklassigen Fußball bezeichnen würde. Ballverluste, Fehlpässe, Abstimmungsprobleme und mangelndes Risiko machten die ersten 20 Minuten zu einem eher müden Kick, der nicht viel Grund zur Aufregung bereithielt. Es entstanden auch kaum Chancen, die es verdient hätten hier erwähnt zu werden, bis sich nach etwa einer halben Stunde Börni und Hummel nicht ganz einig waren und den Gästen zur ersten Chance verhalfen, die jedoch nicht zur Führung verwertet werden konnte. Vielleicht war dies der Weckruf, der der Mannschaft zeigte, dass das hier kein Selbstläufer werden würde. Im direkten Gegenzug setzte Haiko zu einem absoluten Zuckerpass an, indem er mit einem Lupfer die gesamte Gästeabwehr ausspielte. Ich erinnere mich an die im Zuge der EM 2016 immer wieder angesprochene „Packing-Rate“ – diese war zumindest in dieser Situation vermutlich extrem hoch. Auch wenn Tobsi diese hundertprozentige nicht verwandeln konnte, wir kamen dem Tor näher. Wie schon letzte Woche machte sich G nun in der 33. Minute zum „Dosenöffner“: Er wurde von Chuck in Szene gesetzt und konnte in typischer Manier noch 1-2 Könener (ist das die richtige Bezeichnung? Hört sich irgendwie falsch an, aber was solls, ich lasse es mal so stehen) aussteigen lassen und dann mit seinem starken linken Fuß in die linke obere Ecke vollenden. Man kann ruhigen Gewissens sagen, dass dieses Tor von seiner Schönheit her durchaus für die ersten eher ruhigen Minuten entschädigte. Da in den Spielberichten die Assistgeber oftmals zu kurz kommen, möchte ich hier noch darauf aufmerksam machen, dass dies inzwischen der 10. Assist (zumindest, wenn die FuPa-Aufzeichnungen stimmen) von Chuck war. Stark. Stark war auch, dass wir nun direkt dran blieben und darauf aus waren, das zweite Tor noch vor der Pause nachzulegen. Wir schreiben nun also die 38. Spielminute, als Mätty eine mustergültige Hereingabe eigentlich genau auf Tobsis Kopf schlug, der eigentlich nur richtig stehen musste. Dies tat er und nickte zu seinem 21. Saisontor ein. Auch wenn das Spiel also schwach begann – zum Ende der ersten Halbzeit wurden die Fans auf dem Hügel dann doch mit Toren für ihr kommen belohnt.

Auch nach der Pause wurde deutlich, dass die bestimmenden Farben in Schillingen heute wieder rot und weiß waren. Wie schon vor der Pause setzte auch jetzt Mätty wieder Tobsi in Szene, der den Ball aber sowas von eiskalt in die untere Ecke knallte. Auf dem Hügel war man sich einig, dass man diesen Ball kaum besser abschließen kann und ich denke, hiermit hätte sogar Hummel Probleme gehabt. 3:0 – der Käse sollte gegessen sein. In der 60. Minute kam nach einem Eckball Liter frei zum Schuss und traf den Ball jedoch eher weniger gut, woraus Haiko wiederum profitieren konnte. Der nicht gerade als Goalgetter bekannte 6er kam an den Ball und blieb vor dem Tor eiskalt. In Trainerkreisen wird im Nachgang zu diesem Tor sicherlich darüber beraten werden, ob Haiko sich in Zukunft öfter schon in aller Früh mit der 2. Mannschaft warm machen sollte – vielleicht holt er Tobsi dann ja noch ein. Spätestens jetzt war das Ding auf jeden Fall durch – dachten alle. Nachdem Tobsi sich nun für die beiden Assists bedankte und nach einem sehenswerten Solo den in der Mitte frei stehenden Mätty bediente, stand es 5:0. Das einzige, worüber unter den Fans noch diskutiert wurden waren Hasselhoff-Konzerte und wer richtig getippt hat, als plötzlich in der 76. Minute ein Spieler auf Könener-Seite eingewechselt wurde, der von seiner Statur her eher nicht besonders gefährlich aussah. Komischerweise brachte genau dieser Mann neuen Schwung in die Offensive, indem er die Bälle vorne sehr gut festmachte. Es war auch dieser 45er, der den Elfmeter zu, 5:1 herausholte und zwei Minuten später den Assist zum 5:2 gab. Zwei dumme Gegentore – naja, passiert, oder? Als dann jedoch in der 87. Das 5:3 fiel, bekamen die größten Pessimisten unter den Fans schon Angst, dass hier nochmal etwas anbrennen könnte. Hierzu kam es jedoch nicht, es blieb schlussendlich beim verdienten, aber am Ende in Sachen Gegentore unnötigen 5:3.

Serie und Tabellenführung konnten somit auch am 12. Spieltag verteidigt werden. Die erste Mannschaft rangiert nun mit 32 Punkten aus 12 Spielen und einem Torverhältnis von 52:9 weiterhin auf dem 1. Tabellenplatz. Nächste Woche geht es dann gegen die SG Langsur/Zewen, die nicht erst seit dem Sieg gegen den SV Ehrang nicht zu unterschätzen sein sollten. Anpfiff ist dann um 15:00 Uhr in Trier-Zewen. Wir freuen uns auf euren Besuch in Trier-Zewen.

Aufstellung: Hummel – Liter, Börni, Hanschmann, Thome (63. Lord) – Haiko (73. Pip), Chuck, Totti (61. Meier), G, Tobsi – Mätty