Wenn sich das Spiel dem Wetter anpasst

1. Mannschaft 1:0 SV Föhren

(ct) Nicht zuletzt seit der Saison 2014/15, in der unser TuS sich in einem Aufstiegszweikampf, der seines Gleichen sucht mit dem SV Föhren duellierte und schlussendlich den Kürzeren zog, waren die Duelle mit unserem dieswöchigen Gegner immer wieder hochklassig und vor allem spannend. Spannend war es auch diesmal – es gab in dieser Saison jedoch sicherlich schon hochklassigere Spiele. Am Ende steht mit dem 1:0-Sieg jedoch ein verdienter Sieg, der durchaus hätte höher ausfallen können!

Die letzten sechs Spiele gegen den SV Föhren wurden immer nur mit einem Tor Unterschied entschieden. Allein das zeigt schon, wie ausgeglichen diese Spiele immer wieder waren. Auch in der Tabelle lagen die beiden Mannschaften (wenn der SV Föhren in der Kreisklasse A antrat) nie weit auseinander. In dieser Saison suchten unsere Gegner jedoch noch nach ihrer Form – mit 11 Punkten aus 10 Spielen und Tabellenplatz 9 konnte die Elf von Trainer Andres Schneider kaum zufrieden sein. Wir waren also zum ersten Mal seit langer Zeit in einem Duell mit Föhren wirklich Favorit und wollten dieser Rolle natürlich gerecht werden. Verzichten mussten wir auf den in den letzten Wochen starken Totti, für ihn feierte unser Kapitän Mätty sein Startelf-Comeback. Ansonsten waren in der Aufstellung keine Überraschungen zu verzeichnen, nach den Leistungen der letzten Wochen hatte Gerd auch wenig Zwang, etwas zu verändern. Auf der Gegenseite mussten unsere Gegner mit Simon Monzel auf einen ihrer Topspieler verzichten. Also auf ins Spiel: Die Partie begann ähnlich zäh und ansehnlich wie die Witterungsverhältnisse. Diesen geschuldet war es auch, dass sich weniger Fans als in den Vorwochen auf dem Hügel befanden. Dies hat jedoch nichts mit „Schönwetterfans“ zu tun, sondern es war durchaus verständlich, denn ehrlich gesagt war das Wetter wirklich verdammt ekelhaft. Diejenigen, denen das jedoch egal war, sahen also keinen wirklich schönen Beginn. Immer wieder lieferten sich beide Mannschaften Fehlpässe und weder wir noch unsere Gegner konnten sich wirklich hochkarätige Chancen herausarbeiten. Es kam das Gefühl auf, dass hier einer den anderen einladen müsste, damit das Spiel an Fahrt aufnimmt. Da wir nicht bereit waren, diesen ersten Fehler auf uns zu nehmen, überließen wir dies dem SV Föhren. Nach einem Missverständnis zwischen Abwehrspieler und Torhüter, welches G exzellent antizipierte, konnte dieser den Ball im Tor unterbringen. Ich denke unser G-Star wird mir zustimmen, dass er selten ein Tor erzielt hatte, das schmerzhafter war. Nach kurzer Behandlung konnte er jedoch weitermachen. G’s siebtes Saisontor sollte nun also ein wenig mehr Schwung in die Partie bringen. Besonders der Torschütze schien nun Gefallen am Spiel zu finden: nachdem er den Gegner mit einem Trick, den in dieser Art und Weise wahrscheinlich nur er so beherrscht, in eine andere Galaxie schickte setzte er Meier ein und dieser tauchte alleine vor dem Gästekeeper auf. Der Abschluss war eigentlich nicht schlecht, aber man muss hier auch den Torhüter der Föhrener loben, denn den hielt er wirklich stark. In der Folge begann unser Gegner immer mehr sich selbst herunterzuziehen. Ich persönlich bin froh, dass solche Missstimmungen in unsere Mannschaft nicht (oder kaum) vorhanden sind. Auf dem tief durchnässten Platz war es teilweise wirklich schwer, den richtigen Halt zu finden, was einer der gegnerischen Abwehrspieler in der 32. Minute zu spüren bekam. Er rutschte ins Leere und hatte Glück, dass Mätty die Chance nicht nutzen konnte. Nachdem auch ein Freistoß aus eigentlich perfekter Mätty-Position nicht im Tor landete pfiff der gut bekannte Schiedsrichter Jens Schneider zur Halbzeit. Ein Fazit zu ziehen fällt hier nicht schwer, denn auch wenn von uns nach anfänglichen Schwierigkeiten immer mehr kam, war es doch eine der schwächeren Halbzeiten der bisherigen Saison. Ein gutes hatte dies aber auch: Von unseren Gegnern war eigentlich gar nichts zu sehen, trotz des knappen Ergebnisses schien es irgendwie nicht so, als sollte hier viel anbrennen.

Es blieb also die Hoffnung, dass die 2. Halbzeit hochklassiger werden könnte. Diese Hoffnung wurde jedoch nicht wirklich erfüllt. Weiterhin waren wir klar die bessere Mannschaft, aber das zweite Tor ließ auf sich warten. Es schien fast so, als wären Spiele zwischen Schillingen und Föhren nicht dafür gemacht, deutlich zu enden. Eins war jedoch klar: Wie schnell ein solches Spiel - besonders gegen den SV Föhren – kippen kann, das war jedem bewusst. Hieraus schöpfte das Spiel seine Spannung und seine Attraktivität. Das zweite Tor musste also unbedingt her, wollte man die Siegesserie auf der heimischen Sportanlage weiter fortführen. Mit frischem Wind in Persona von Lord und Pip drückten wir nun wieder mehr und spielten uns wieder mehrere Chancen heraus. Vom Gegner war in dieser Phase aber mal gar nichts zu sehen. Besonders der wiedergenesene Mätty schien geil darauf zu sein, sein starkes Spiel mit einem Tor zu krönen. Die Chancen waren da, aber es sollte irgendwie nicht sein. Besonders eine Szene, bei der unsere Gegner auf der Linie klären konnten zeigte, dass heute einfach auch das Quäntchen Glück fehlte. Der Ball wollte einfach nicht rein. Aber dann sollte es halt so sein, auch ein 1:0 bring bekanntlich 3 Punkte. Hierbei blieb es also und wir konnten abermals den Sieg einfahren.

Nach 11 Spielen steht unser TuS damit weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze. Wir haben nicht nur den besten Angriff und die beste Abwehr der Liga sondern sind besonders zu Hause mit 6 Siegen aus 6 spielen eine absolute Macht. Saisonübergreifend konnte unsere 1. Mannschaft nun sogar die letzten 10 Spiele allesamt gewinnen. Diese Serie gilt es nächste Woche gegen den FC Könen auszubauen. Dass wir uns allerdings besonders gegen Könen in der Vergangenheit immer wieder auch mal schwer getan haben, brauchen wir hier eure volle Unterstützung. Anpfiff ist also Sonntag, wie gewohnt um 14:30 Uhr auf der Sportanlage in Schillingen. Vorher um 12:30 Uhr trifft unsere 2. Mannschaft - die ebenfalls weiterhin Tabellenführer ist – auf die SG Pellingen 2. Wir freuen uns auf euch und keine Angst – das Wetter wird dann sicher auch wieder besser sein.

Aufstellung:

Hummel – Liter (61. Lord), Hanschmann, Börni, Thome – Haiko, Chuck, Meier (89. Blackbeard), G (78. Pip), Tobsi – Mätty

Tor:

1:0 – G (14. Minute)